Commitment - Warum es so wichtig und heilsam ist, sich zu entscheiden

Commitment - Warum es so wichtig und heilsam ist, sich zu entscheiden

Mit Entscheidungen ist das ja so eine Sache – häufig tun wir uns schwer damit. Vor allem mit den großen und „wichtigen“ Entscheidungen. Und manchmal entscheiden wir uns lieber einfach nicht, obwohl das bedeutet, dass sich nichts verändert. Oder gerade deshalb? 

 

Entscheidungen bedeuten Veränderung. Und wenn wir vor einer großen Entscheidung stehen, sind wir häufig unzufrieden mit einer Situation und wissen auch schon, was wir eigentlich wollen. Aber statt es einfach zu machen quälen wir uns noch mit der Entscheidung. Denn sich zu entscheiden würde ja auch bedeuten, dass was wir haben aufzugeben. Den Schritt ins unbekannte Neue zu wagen ohne sicher zu wissen, wo uns das hinführen wird. 

 

Es ist ein bisschen so, als würde man einen Stein in den Händen halten – wir be"SCHWER"en uns lieber, als loszulassen und die Hände für unsere nächste Handlung frei zu haben.

Denn immerhin kennen wir die Situation so wie sie ist. Wir bleibe lieber in unserer bekannten Unzufriedenheit, unserer Comfort Zone, als aktiv zu werden und diese „Sicherheit“ aufzugeben. Tatsächlich funktioniert auch unser Gehirn genau auf diese Weise: Wenn wir etwas Bekanntes sehen, wird Dopamin ausgeschüttet, das „Belohungshormon“. 

 

Aber wenn wir Veränderung wollen, wenn wir uns weiterentwickeln möchten, dann müssen wir uns entscheiden. Die Entscheidung ist der erste Schritt in Richtung neuer Möglichkeiten. Und auch der erste Schritt, um dich selbst zu heilen. 

 

Und Entscheidung bedeutet nicht nur darüber nachzudenken, sondern wirklich zu handeln. Altes loszulassen, um beide Hände frei zu haben und die eigene Energie fokussieren und nutzen zu können.

Ich habe mich auch lange blockiert. So war es bei mir lange Zeit als meine Periode ausblieb. Ich wusste immer, dass ich etwas ändern müsste. Und nachdem ich viel zu dem Thema gelesen hatte, wusste ich auch ungefähr, was mir helfen würde. Mehr essen, zunehmen und viel Entspannung. Aber lange Zeit habe ich trotzdem nicht gehandelt. Ich habe mir eingeredet, dass es auch anders gehen müsste, dass gar nicht so viel Veränderung notwendig ist. Weil es mir Angst gemacht hat, mein „gesundes“ Essverhalten aufzugeben. Ich habe mir eingeredet, dass ich es versuchen und mehr essen würde. Mehr Gemüse, mehr „Clean Food“. Habe versucht mich vor mir selbst und anderen zu rechtfertigen – denn ich habe ja bereits „viel“ gegessen! Wie hätte ich denn noch mehr essen können? Ich habe alles Mögliche versucht – mir eingeredet, dass ich nur das richtige „Wunderheilmittel“ finden muss. Habe versucht, noch „gesünder“ zu sein. Und habe mich so selbst blockiert und meine Heilung verhindert.

 

Aber eigentlich wusste ich schon, dass ich nicht ehrlich zu mir selbst war und nur noch nicht bereit war, mein Verhalten aufzugeben und mich voll und ganz für Heilung zu entscheiden.

 

Irgendwann musste ich erkennen, dass sich so auch nichts daran ändern würde, dass meine Periode ausblieb. 

 

Irgendwann war ich an einem Punkt, an dem mir die Heilung und meine Periode wieder zu bekommen wichtiger geworden ist, als bei meinem Verhalten zu bleiben. Und habe Heilung zu meiner obersten Priorität gemacht. 

 

Commitment bedeutet sich einer Sache voll und ganz zu verschreiben.

In meinem Fall hieß das, mehr zu essen, anzunehmen, dass ich auch zunehmen würde und das zu akzeptieren und als wünschenswert und wichtigen Teil meines Heilungsprozesses zu begrüßen. Meine Ernährungsregeln aufzugeben und einfach zu essen, worauf ich Lust hatte. Ich habe weniger Yoga praktiziert und den Fokus auf Entspannung gelegt. Und habe mich immer wieder an mein Ziel erinnert: gesund zu sein und meine Periode wieder zu bekommen. Und damit alle anderen Zweifel überwunden.

 

Ähnlich war es auch bei meiner Entscheidung mich selbstständig zu machen und die Psychotherapeutenausbildung zumindest erst einmal auf Eis zu legen. Ich wusste schon lang, dass ich die Ausbildung eher als Einschränkung empfand. Ich hatte nur zu viel Angst vor den Konsequenzen. Und davor den Schritt in zu machen ohne zu wissen, was dann daraus werden wird. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass diese Zwischenwelt der Unentschiedenheit immer die schlechtere Alternative ist. Für mich ist es auf jeden Fall besser, einer Sache meine ganze Energie zu widmen, statt immer zu versuchen, alles irgendwie hinzubekommen. Das klappt meistens nämlich nicht so gut und ist sehr anstrengend.

 

Entscheiden befreit. Und die Energie kann wieder frei fließen: Where attention goes energy flows.

Meistens wissen wir ganz gut, was wir eigentlich wollen und brauchen. Wir trauen uns nur nicht, auf unsere innere Stimme zu hören und machen uns damit selbst etwas vor.

 

Dies ist also ein Plädoyer für Entscheidungen und für Commitment.

Die Dinge zu tun, von denen wir wissen, dass wir sie tun möchten. Und uns dem dann ganz zu widmen. Keine halben Sachen, sondern ALL IN. Und uns so ermöglichen Blockaden zu lösen, zu heilen und uns weiterzuentwickeln. Auf allen Ebenen.

 

In diesem Sinne:

 

If it´s not a hell yes, it´s a no!

Ich freue mich von deinen Erfahrungen mit Entscheidungen treffen zu hören! Schreib mir gern hier einen Kommentar oder bei Instagram.

 

Bis bald!

 

Love

Helen

 

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