Was ich über Instagram-Foodtrends denke + Himbeer-Joghurt-Eis

Es ist schon etwas länger her, dass ich hier ein Rezept geteilt habe. Das hat verschiedene Gründe. Ich habe einerseits den Fokus des Blog verändert und mich entschieden, mehr zu Frauengesundheit, dem weiblichen Zyklus, Weiblichkeit und Yoga zu schreiben. Andererseits habe ich mich damit auch dem Thema Essstörungen zugewandt. 

Ich liebe Kochen und lese Foodblogs immer noch sehr gerne. Ich habe mich aber auch damit auseinandergesetzt, wie Instagram-Posts von Essen uns in unserem eigenen Essverhalten und der Wahrnehmung unserer eigenen körperlichen Bedürfnisse beeinflussen können.

 

Denn immer das perfekt gestylte und natürlich super gesunde Essen von anderen zu sehen, kann dazu führen, dass wir uns selbst im Vergleich schlecht fühlen. Und unser eigenes Essverhalten zu hinterfragen beginnen. 

Natürlich sieht die Realität auch bei den Foodbloggern und Instagram-Foodies häufig anders aus. Nicht immer ist Essen perfekt gestylt und super gesund - und das muss es ja auch nicht sein. Essen ist eben auch einfach eine Notwendigkeit, die uns Energie spendet und uns am Leben erhält. Und auch glücklich macht, wenn es besonders lecker ist.

 

Dazu kommt, dass besonders "gesundes" Essen im Zweifelsfall gar nicht so gut für uns ist, wie es vielleicht erscheint. Ich habe durch "zu gesundes" Essen und Einschränkungen in vielen Bereichen, lange Zeit meine Tage nicht mehr bekommen. Und bin damit nicht allein. Immer mehr Bloggerinnen machen dies öffentlich, z.B. Aniahimsa oder Yovana Mendoza um nur zwei Beispiele zu nennen. Und seitdem ich dazu schreibe, bekomme ich immer mehr Nachrichten von anderen Betroffenen, denen es ähnlich ging und bei denen aus "gesund" ungesund wurde.

 

Mittlerweile gibt es außerdem wahnsinnig viele verschiedene Definitionen davon, was überhaupt gesund sein soll. Der eine sagt, Fett sollte gemieden werden, der nächste verteufelt Kohlenhydrate oder Zucker. Für den einen ist Paleo die einzig wahre Ernährungsform, für den anderen darf nur Rohkost auf den Teller kommen. 

 

Ich habe gelernt, dass gesund ist, was dem Körper gut tut. Und das kann für jeden von uns ein bisschen anders sein. Das Geheimnis der gesunden Ernährung ist es, wieder auf die Bedürfnisse des eigenen Körpers zu hören. Und nicht zu versuchen, sich an selbstauferlegte Regeln zu halten.

 

Deshalb habe ich mich entschieden, durch Bilder von meinem Essen nicht mehr zu diesem Phänomen beitragen zu wollen. Und habe die letzten Monate aus diesem Grund auch keine Rezepte mehr veröffentlicht.

 

Da ich aber immer noch gerne koche und Dinge ausprobiere und ich die Freude und den Genuss am Essen gerne weitergeben möchte, wird es in Zukunft aber doch auch hin und wieder ein Rezept geben. Einfach um zu zeigen, wie einfach es ist, sich selbst und anderen durch Kochen etwas Gutes zu tun.

 

Das heutige Rezept kann quasi gar nicht als solches bezeichnet werden. Es besteht aus nur drei Zutaten und ist in 5 Minuten (plus) Kühlzeit zubereitet. Ist einfach, macht Spaß und ist perfekt für den nahenden Sommer!

 

Himbeere-joghurt-eis

Zutaten:

 

300g Himbeeren (frisch oder tiefgefroren)

50g Datteln ohne Stein

1 großer Becher pflanzlicher Vanillejoghurt

 

6 Eisformen für Eis am Stiel

 

  1. Lass die gefrorenen Himbeeren zunächst vollständig auftauen. Frische Himbeeren nur behutsam abwaschen und trocknen lassen. Dann die Himbeeren mit den Datteln pürieren. Kleinere Stücke stören dabei nicht.
  2. Verteil die Himbeermasse auf die Eisförmchen und fülle sie mit Joghurt auf.
  3. Steck die dazugehörigen Stiele hinein und beweg sie ein paar Mal auf und ab oder mach kleine Kreise, um schöne Muster zu erzeugen. Anschließend für mindestens 3-4 Stunden im Gefrierfach vollständig durchfrieren lassen
  4. Genießen!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0