Wie du mit Ho´oponopono Meditation dir selbst und anderen verzeihen kannst

Wie du mit Ho´oponopono Meditation dir selbst und anderen verzeihen kannst

Ho´oponopono ist ein altes hawaiianisches Vergebungsritual, das von den Kahunas (Schamanen) angewandt und überliefert wurde. Heute ist eine anerkannte Therapie in den USA.

 

Ich praktiziere seit über einem Jahr Ho´oponopono. Ich hatte schon öfters davon gehört – während meines Psychologiestudiums, später als Yogalehrerin und immer wieder habe ich auch davon gelesen. Und dachte mir dann irgendwann, dass ich es auch mal ausprobieren sollte. Und bin dann dabei geblieben und starte mittlerweile jeden Tag mit einer Ho´oponopono Meditation. 

 

Ho´oponopono heißt übersetzt in etwa „in Ordnung bringen“.

Es handelt es sich ursprünglich um eine Methode der Hawaiianer um Krankheiten zu heilen und Konflikten innerhalb der Gemeinschaft umzugehen. Die Hawaiianer glaubten so, dass Krankheiten durch Stress, Schuldgefühle, Gegenbeschuldigung und fehelnde Vergebung entstehen und diese Konflikte gelöst werden müssen, um Heilung zu ermöglichen. Das Grundprinzip dahinter ist, dass Konflikte immer ein Problem der gesamten Gemeinschaft sind und nicht durch Einzelne entstehen. Und darüber hinaus Lösung von Konflikten immer bei uns selbst beginnen muss. Ho´oponopono stellte so einen geistigen Reinigungsprozess dar, währenddessen man sich selbst und die Person mit der man im Streit lag um Vergebung bat, um so den Konflikt zu lösen und Heilung zu ermöglichen. 

 

Bekannter wurde Ho´oponopono durch Dr. Ihaleakala Hew Len und seine Geschichte der Heilung einer Gruppe psychisch kranker Strafgefangener.

Er setzte Ho´oponopono ein, um die Geschichten der Gefangenen zu verstehen und sich selbst zu fragen, wie es zu den Straftaten dieser Menschen kommen konnte. Und versuchte dann zunächst diese Konflikte und aufkommende negative Emotionen (Gewalt, Aggression, Hass, Rache, Neid, Eifersucht) in sich selbst zu lösen und setzte dafür die Sätze „Es tut mir leid. Bitte verzeih mir, Ich liebe dich. Danke.“ ein. Seine überwiegende Arbeit bestand also in der Reinigung seines eigenen Bewusstseins – und der Geschichte nach veränderte sich allein dadurch die Stimmung und Atmosphäre unter den Gefangenen, sodass Gesprächstherapie möglich wurde und nach einigen Jahren fast alle geheilt entlassen werden konnten. 

 

Das Prinzip hinter Ho´oponopono ist also, dass wir unsere eigene Wirklichkeit gestalten.

Konflikte im Außen treten auf, weil wir diese Konflikte in uns tragen. Und Krankheiten sind ebenfalls Manifestationen unserer inneren ungelösten Konflikte. Lösung von Konflikten und Heilung muss demnach immer in uns beginnen. 

 

Ich finde den Ansatz schön, weil er uns an unsere eigenen Selbstheilungskräfte erinnert. Und uns gleichzeitig lehrt, uns selbst und anderen zu vergeben und die Vergangenheit hinter uns zu lassen.

Ich habe Ho´oponopono am Anfang dazu verwendet, um mich selbst um Vergebung zu bitten. Wie ich bereits hier geschrieben habe, habe mich in der Vergangenheit lange sehr selbstkritisch betrachtet und viel von mir selbst erwartet. Mich selbst um Vergebung zu bitten, war auf jeden Fall ein wichtiger Schritt in Richtung meiner eigenen Heilung. Außerdem habe ich das Gefühl durch Ho´oponopono ausgeglichener zu sein und auch mit Kritik von außen besser umgehen zu können. Und mittlerweile setze ich Ho´oponopono für alle möglichen Konflikte ein, die ich in mir selbst und zwischenmenschlich erlebe.

 

Ich schätze an Ho´oponopono besonders, dass es über Vergebung hinausgeht und Liebe und Dankbarkeit umfasst. Liebe für jemanden zu empfinden, mit dem man im Konflikt ist – und das sind ja zum Teil Personen, denen man nicht unbedingt nahe steht – vielleicht am Anfang schwierig. Aber durch Ho´oponopono können wir lernen, uns selbst im anderen zu erkennen und das Gegenüber in seinen eigenen ungelösten Konflikten zu verstehen. Dann fällt es auch leichter zu sehen, dass die Person zwar augenscheinlich uns verletzen möchte, aber letztendlich nur ihre inneren Konflikte nach außen trägt bzw. uns unsere eigenen Konflikte in ihrem Verhalten uns gegenüber spiegelt. Und dass, wenn wir beginnen unsere Konflikte zu lösen, auch der andere davon profitieren kann. 

 

Ho´oponopono ist ein vierteiliges Mantra, dass du während deiner Meditation benutzen kannst:

  1. Es tut mir leid.
  2. Verzeih mir.
  3. Ich liebe dich.
  4. Danke.

Es tut mir leid – Ich akzeptiere alle negativen Emotionen, Gedanken und Taten. Es tut mir leid, dass ich mich und andere bewusst oder unbewusst verletzt habe. Es tut mir leid, dass ich mir und anderen bewusst oder unbewusst Schaden zugefügt habe. Ich entschuldige mich und erkenne meinen Anteil an.

 

Verzeih mir – Ich verzeihe mir meine negativen Emotionen, Gedanken und Taten. Ich verzeihe mir die Vergangenheit. Ich verzeihe mir, dass ich Teil des Problems war. Ich verzeihe mir, weil ich mich schuldig fühle. Ich verzeihe dem anderen und lasse los. 

 

Ich liebe dich – Ich respektiere mich und ich respektiere dich. Ich liebe mich mit allen „Schwächen“ und nehme mich an. Ich liebe, was ist. Ich habe Vertrauen, dass diese Situation mich weiterbringt. Ich nutze meine Erkenntnisse und gestalte die Situation neu. Ich sehe und akzeptiere mich, wie ich bin. Ich sehe und akzeptiere dich, wie du bist. Ich sehe, dass wir verbunden sind. Ich liebe mich und ich liebe dich.

 

Danke – Ich danke für die Lehre, die in dieser Situation steckt. Ich danke für die Transformation, die sie ermöglicht. Ich danke für die Erfahrung, die ich machen konnte. Ich danke für die Lösung des Konflikts Ich danke für mein Leben, meinen Körper. Ich lasse los. Ich erlaube die Heilung. 

 

Mir hat Ho´oponopono geholfen, mich selbst und andere mit mehr Akzeptanz zu betrachten und Konfilte auch als Chancen zu betrachten. Ich würde mich freuen, von deinen Erfahrungen mit Ho´oponopono zu hören. 

Probier es aus und berichte mir gern hier oder bei Instagram!

 

Love

Helen

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